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Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Zur Qualität beruflicher Bildung trägt Berufsorientierung bei, wenn sie Jugendliche befähigt, ihre Interessen, Fähigkeiten und formell
sowie informell erworbenen Kompetenzen mit den Möglichkeiten, Anforderungen und Bedarfen der Arbeits- und Berufswelt abzustimmen, um Fehlentscheidungen und damit Fehlbesetzungen, die wiederum zu Ausbildungsabbrüchen führen können, zu vermeiden.

Dazu bedürfen Programme zur Berufsorientierung eigener Qualitätsstandards, wie:
  • die Jugendlichen individuell zu fördern und ihre Entscheidungsfähigkeit
    sowie Selbständigkeit zu stärken,
  • systematisch und frühzeitig einzusetzen,
  • ein breites Berufsfeldangebot zu offerieren,
  • qualifiziertes Ausbildungspersonal einzusetzen,
  • begleitende Angebote zu sichern, wie zum Beispiel IT-Kenntnisse, Bewerbungstraining oder Training sozialer Kompetenzen
  • die für Ausbildung- und Arbeitsmarkt relevanten Akteure in ein Boot zu holen,
  • wirtschaftsnah zu sein.

Seit April 2008 leistet das Projekt „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ einen Beitrag zur Berufsorientierung. Es bietet Schülern und Schülerinnen allgemeinbildender Schulen, in der Regel ab der achten Klasse, die Gelegenheit, im Rahmen von 80 Stunden mindestens drei Berufsfelder praktisch zu erproben. Die Berufsorientierung findet in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten statt, die zur Qualität beruflicher Bildung beitragen, indem sie:

  • praktische Erfahrung auf dem neuesten Stand der Technik vermitteln können,
  • in mindestens drei Berufen überbetriebliche Lehrlingsunterweisung anbieten oder über eine entsprechende Erfahrung in der beruflichen Erstausbildung verfügen,
  • zur Erweiterung des Berufsspektrums mit anderen Trägern kooperieren können, sofern diese eine entsprechende Erfahrung in der Erstausbildung mitbringen,
  • sich eng mit lokalen Akteuren des Arbeitsmarktes unter Berücksichtigung der regionalen Anforderungen abstimmen,
  • am Ende der Maßnahme den Schülern und Schülerinnen ein qualifiziertes Zertifikat ausstellen,
  • einen Projektleiter/ eine Projektleiterin benennen, die das Programm koordiniert, organisiert und die individuelle Betreuung der Schüler/-innen gewährleistet.

Berufsorientierung unterstützt die Berufswahl durch Informationen über Anforderungen und Bedeutung von Berufen und Berufsfeldern. Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sollen frühzeitig auf die Berufswahlentscheidung vorbereitet werden, um diese qualifiziert treffen zu können, und hängt eng mit Lebensplanung zusammen. Hauptakteure sind die Jugendlichen. Als handelnde Subjekte haben sie das Recht, verantwortlich und selbständig ihre Zukunft zu planen, zu gestalten und eine für sie stimmige Berufswahlentscheidung zu treffen. Schulen, Eltern, die Agenturen für Arbeit, Betriebe, Bildungszentren, Jugendhilfe und weitere für den Arbeitsmarkt relevante Institutionen unterstützen und flankieren diesen Prozess.

Gefördert wird dieses Programm  vom BMBF, durchgeführt und begleitet vom BIBB.

Kontakt

Renate Lauterbach

  • Arbeitsbereich 3.4
  • Robert-Schuman-Platz 3
  • 53175 Bonn
  • Telefonnummer: 0228/107-1224
  • Faxnummer: 0228/107-2957
  • E-Mail-Adresse: lauterbach@bibb.de
  • Homepage: http://www.berufsorientierungsprogramm.de/html/de/index.php

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